Allgemein

Hamm geht strittige B 63n neu an – Bönens Knackpunkt bleibt A2-Anschluss

Ein in Nordbögge argwöhnisch beäugtes Vorhaben kommt wieder auf die Tagesordnung: der Bau der B 63n in Hamm. Der Nachbar sucht die Verständigung über Konfliktpunkte. Bönens A2-Anschluss ist einer davon.

Bönen/Hamm – Die Nachbarstadt Hamm hat ein altes Reizthema neu auf die Agenda gesetzt: Den seit Jahrzehnten in zig Varianten immer wieder verworfenen Bau der B 63n mit einer seit 2006 favorisierten Anschlussstelle an der Autobahnanschlussstelle Bönen. Also unmittelbar vor der Ortsgrenze und dem östlichen Zipfel der Siedlung Nordbögge.

„Politischer Begleitkreis“ einberufen

Damit absehbare Konflikte dort, wie im weiteren Verlauf der Bundesstraße bis zum Hammer Bahnhof bzw. Kanalhafen, konstruktiv gelöst werden können, ist ein breit angelegter „Politischer Begleitkreis“ unter professioneller Moderation geschaffen worden. In der Online-Konferenz zum Auftakt vertrat Bürgermeister Stephan Rotering die Gemeinde, von den gleichfalls beteiligten Vertretern der Kommunalpolitik hat sich Bönens CDU-Vorsitzender Torsten Goetz danach zu Wort gemeldet.

CDU-Mann Goetz: Guter Ansatz

„Das Ganze ist grundsätzliche eine gute und praktische Idee“, beurteilte Goetz den Ansatz der Nachbarn, die Straße zu erheblichen Teilen an die Bahntrasse Hamm-Dortmund und das brachliegende Areal des Rangierbahnhofs im engen Stadtkern zu verlegen. Nur müsse der Südanschluss der Spange aus Bönener Sicht eingehend geprüft werden. Aus dieser Perspektive schaut auch der Kreis Unna als Herr des A 2-Zubringers Pelkumer Straße (K 42) auf die Dinge. Die Sorge vor einer massiven Zunahme des Verkehrs, so Goetz, insbesondere der Lkw auf der Verbindung zum Gewerbegebiet, bestehe nach wie vor.

„Am besten wäre es, dort mit einem zweiten Autobahnanschluss eine direkte Anbindung und Entlastung zu schaffen“, sagte Goetz. Der Gesprächsauftakt biete willkommenen Anlass, mit dem auf Eis gelegten Vorstoß für eine zweite Abfahrt im Gewerbegebiet erneut beim Land vorstellig zu werden.

Bürgermeister: A2-Anschluss am Anschlag

„Wir haben erhebliche Zweifel, dass der bestehende A 2-Anschluss diese Verkehrsmengen bewältigen kann“, setzte auch Bürgermeister Rotering mit seiner Bewertung an diesem Punkt an. „Wenn Hamm diese Straße dann noch mit dem Multi-Hub verbindet, wird es nicht besser.“ Dieser Knoten für die Frachtwege Straßen, Kanalschifffahrt sei mit täglich 1200 Lkw zusätzlich prognostiziert. Er begrüße aber, dass nun gemeinsam an einer Lösung gearbeitet werde.

Quelle: wa-online.de

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.