Internet

Helinet hat Internetanschlüsse in Nordbögge geprüft

Bei dem einen läuft’s, beim anderen kriecht es eher: Die Internetkapazitäten in Nordbögge sind von Haus zu Haus ganz unterschiedlich, bei den meisten allerdings schlechter als gewünscht. Dabei hatten die Dorffreunde 2016 extra das Hammer Telekommunikationsunternehmen Helinet in den Ort geholt, um Nordbögge flächendeckend mit einem schnellen Internet zu versorgen. Eine groß angelegte Kampagne warb damals 305 Nordbögger an, die einen entsprechenden Vertrag mit der Helinet unterzeichneten.

Bönen – Vielen von ihnen sind jetzt enttäuscht, dass ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden. Um das Problem zu lösen, hatten sich vor Kurzem Vertreter des Unternehmens auf Initiative der Dorffreunde mit den Einwohnern getroffen. Sie versprachen unter anderem, auf Wunsch die Anschlüsse daraufhin zu überprüfen, ob eine Leistungssteigerung derzeit überhaupt möglich ist.

Laut Helinet ist das nun geschehen. Und die Ergebnisse fielen sehr unterschiedlich aus. So könne die Leistung einiger Anschlüsse deutlich gesteigert werden – bis auf Werte von 90 bis 100 Mbit pro Sekunde, gibt der Anbieter an. Die Mehrzahl der analysierten Zugänge konnten durch den Wechsel von ADSL auf VDSL an Bandbreite zulegen, andere hingegen erlauben wohl keinen weiteren Leistungszuwachs.

Diese große Varianz gehe auf die unterschiedlichen Leitungsarten und -längen im Bönener Norden zurück. „Das Ergebnis überrascht uns nicht“, sagt Helinet-Geschäftsführer Dr. Thomas Vollert. „Die Infrastruktur in Nordbögge ist so uneinheitlich, wie es nur sehr selten vorkommt.“ Entsprechend weit lägen die möglichen Kapazitäten selbst direkter Nachbarn auseinander. „Wir stellen uns der Herausforderung und holen auf Wunsch das Maximum aus jedem Anschluss“, verspricht Vollert.

Angebot kam spät

Das hofft auch die Vorsitzende der Dorffreunde und Ortsvorsteherin Doris Cyplik. „Wenn man uns das von Anfang an angeboten hätte, wäre die Unzufriedenheit sicher nicht so groß gewesen“, sagt sie. „Da hätten bestimmt viele zugegriffen und auf VDSL umgestellt. Und wenn wir dann bei 30 Mbit liegen, wären viele schon froh.“

Sie hat mittlerweile von einigen Nordböggern die Nachricht bekommen, dass sich die Helinet bei ihnen gemeldet, die Leitungen überprüft und zum Teil die Umstellung vorgenommen hat. „Bei uns wurde das auch schon gemacht. Wir haben jetzt zwar nicht unbedingt das schnellste Netz, aber es ist deutlich besser als vorher“, berichtet Doris Cyplik. Die 5 Euro, die das Telekommunikationsunternehmen monatlich mehr für die Leistung kassiere, seien es auf jeden Fall wert.

Martin Vandrée hat ebenfalls mehr Leistung, zahlt indes aber 5 Euro weniger als anfangs vereinbart. Er bekommt seit einiger Zeit einen Rabatt, wie er in der Bürgerversammlung berichtete. „Davon wollte Helinet aber nichts wissen“, schildert der Nordbögger. Und obwohl sich ein weiterer Bewohner an dem Abend zu Wort meldete, der gleichfalls einen Nachlass erhält, gaben die Unternehmensvertreter an, das die GmbH keine Rabatte gewähren würde. „Ich bekomme den aber nach wie vor“, stellt Vandrée fest.

Er hatte sich zuvor immer wieder an den Anbieter gewandt, weil die tatsächliche Leistung, die sein Internetanschluss bot, nicht mit der vertraglich vereinbarten übereinstimmte. Statt 16 Mbit pro Sekunde schaffte diese gerade mal etwa die Hälfte. Vandrée ist aber allein beruflich auf ein flottes und stabiles Netz angewiesen. „Ich war hartnäckig“, erklärt der Nordbögger.

Quelle: wa-online.de

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