Bahnhof Nordbögge
Im Jahr 1883 kam der Wunsch aus verschiedenen Kreisen der Bevölkerung, der Wirtschaft, der Stadt Kamen und des Amtes Pelkum, in Nordbögge eine Personenhaltestelle zu errichten. Die Köln-Mindener Eisenbahn existierte bereits seit 1847, es gab aber in Nordbögge keinen Haltepunkt. Der preußische Innenminister genehmigte das Vorhaben mit der Maßgabe, dass ein Eigenkostenanteil von 1.000 Mark eingebracht werden musste. Die Kosten übernahmen die Stadt Kamen, das Amt Pelkum und die Interessenten.
Am 1. Mai 1884 wurde die Personenhaltestelle Nordbögge eröffnet. Um die Bahnsteige zu erreichen, mussten die Fahrgäste die Gleise ebenerdig überschreiten. Mit dem Bau der Fußgängerbrücke konnte dieses Problem beseitigt werden. Nach rund 80 Jahren des Bestehens wurde der Personenverkehr zum 29. Mai 1983 eingestellt. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wird Nordbögge von der Bahnstrecke Kamen–Unna berührt, die vor allem dem Güterverkehr diente.